Flur- und Straßennamen von Bassenheim
Alte Flurnamen in Bassenheim
Flurnamen sind überlieferte Bezeichnungen für kleinere Bereiche einer Gemarkung, etwa für Äcker, Wiesen, Waldstücke, Wege oder besondere Geländeformen. Über Jahrhunderte dienten sie der Orientierung und ermöglichten eine eindeutige Zuordnung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Viele dieser Namen wurden später in Kataster- und Flurkarten festgehalten und leben bis heute in Straßen-, Flur- oder Gebietsnamen fort.
Auch die Bassenheimer Gemarkung besitzt zahlreiche historische Flurnamen. Bezeichnungen wie „Am Saffiger Weg“, „Im harten Boden“ oder „Auf dem Driesch“ können Hinweise auf die Lage, die Bodenbeschaffenheit oder eine frühere Nutzung des Geländes geben. Damit bewahren sie nicht nur alte Orientierungspunkte, sondern auch sprachliche Spuren der örtlichen Landwirtschafts- und Landschaftsgeschichte.
Die Herkunft eines Flurnamens lässt sich allerdings nicht immer allein aus seiner heutigen Schreibweise ableiten. Für eine verlässliche Deutung müssen möglichst alte Namensformen, Katasterunterlagen, örtliche Mundart und historische Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Ein ergänzendes alphabetisches Verzeichnis von Daniel Stieger erläutert zahlreiche ältere Namensbestandteile und ihre möglichen sprachlichen Ursprünge. Aufgrund regionaler Unterschiede kann es jedoch nur als Orientierung und nicht als eindeutiger Nachweis für Bassenheimer Flurnamen dienen.
Hinweis: Bei Flurnamen kann die heutige Schreibweise täuschen. Eine endgültige Deutung setzt ältere Schreibformen, Katasterkarten, Mundartbelege und historische Besitzverhältnisse voraus. Deshalb sind nur sprachlich oder sachlich nachvollziehbare Bedeutungen gemäß der Legende zugeordnet.
● gut nachvollziehbar, ◐ nur teilweise geklärt, — derzeit nicht belastbar deutbar
| Flurname | Bewertung | Herkunft und Bedeutung |
|---|---|---|
| Am Andernacher Grund | ● | Geländesenke oder Talgrund in Richtung Andernach. |
| Am Birkenkopf | ● | Rundliche Erhebung oder Bergkuppe mit Birkenbewuchs. |
| Am Brandenholz | ◐ | Waldstück; Branden- kann auf einen Brand oder eine Brandrodung zurückgehen, ist aber nicht eindeutig. |
| Am Buchenwald | ● | Wald mit überwiegendem Buchenbestand; zu ahd. buoh. |
| Am Emmiger Weg | ◐ | Weg; Herkunft des Bestimmungswortes Emmiger- offen. |
| Am Geigenpfad | ◐ | Pfad; Herkunft von Geigen- offen. |
| Am Gericht | ◐ | Bezug zu einer früheren Gerichtsstätte oder einem Gerichtsbezirk; die konkrete Funktion ist nicht belegt. |
| Am Gülser Weg beim Hengsthof | ● | Fläche am Weg nach Güls in der Nähe des Hengsthofs. |
| Am Hengsthof | ◐ | Lage an der Hofstelle Hengsthof; Herkunft des Hofnamens offen. |
| Am Holzweg | ● | Weg zu einem oder durch ein Waldstück. |
| Am Karmelenberg | ● | Fläche am Karmelenberg. Der zuvor auch Schweinsberg und Hexenberg genannte Berg erhielt seinen heutigen Namen nach dem biblischen Berg Karmel und im Zusammenhang mit der dortigen Marienkapelle. |
| Am Koblenzer Weg | ● | Fläche am Weg nach Koblenz. |
| Am Kreuzchen | ● | Fläche bei einem kleinen Wege-, Feld- oder Grenzkreuz. |
| Am Lommertsweg | ◐ | Weg; Herkunft von Lommert- offen. |
| Am Lützelweg | ● | Kleiner oder schmaler Weg; mhd. lützel = klein. |
| Am Oberholz | ● | Fläche am oberen oder höher gelegenen Waldstück. |
| Am Pfaffenbruch | ◐ | Bruch bezeichnet sumpfigen Moorboden. Pfaffen- verweist auf einen Geistlichen, geistlichen Besitz oder kirchliche Nutzung; die konkrete Beziehung bleibt offen. |
| Am Rübenacher Feld | ● | Feldflur in Richtung Rübenach oder mit Bezug zu Rübenach. |
| Am Sässelpfad | ◐ | Pfad in der Nähe des Sässelbaches; Herkunft von Sässel- offen. |
| Am Saffiger Weg | ● | Fläche am Weg nach Saffig. |
| Am Wolkener Weg | ● | Fläche am Weg nach Wolken. |
| An der Burg | ● | Fläche bei der Bassenheimer Burg beziehungsweise Burganlage. |
| An der Kettiger Grenze | ● | Fläche an der Gemarkungsgrenze in Richtung Kettig. |
| An der Kond an der roten Hohl | ◐ | Lage an einer Geländeeintiefung oder einem Hohlweg mit rötlichem Boden. Kond bleibt ungeklärt. Hohl bezeichnet in Flurnamen häufig Bodensenken, kleine Schluchten oder Hohlwege. |
| An der Landstraße | ● | Fläche unmittelbar an einer überörtlichen Straße. |
| An der Rottwies | ◐ | Wiese; Rott- kann entweder auf eine Rodung oder auf eine rötliche Bodenfärbung zurückgehen. |
| An der Saffiger Fuhr | ◐ | Fläche an einer Fuhr- oder Fahrtrasse in Richtung Saffig. |
| An der Steinkaul | ● | Fläche an einer Steingrube oder einem Steinbruch. |
| Annenache Hied | ● | Mundartliche Form von „Andernacher Höhe“: höher gelegene Flur in Richtung Andernach. |
| Auf dem Born | ● | Fläche an einer Quelle oder einem Brunnen; Born/Bronn = Quelle, Brunnen. |
| Auf dem Driesch | ● | Unbebautes, brachliegendes oder zeitweise ungepflügtes Land; mnd. drêsch. |
| Auf dem Honel | — | |
| Auf dem Kärlicher Berg | ● | Höher gelegene Flur in Richtung Kärlich. |
| Auf dem Mülheimer Berg | ● | Höher gelegene Flur in Richtung Mülheim. |
| Auf dem Platz | ◐ | Ehemalige Bezeichnung für den heutigen Walpotplatz. |
| Auf dem Rosenberg | ◐ | Berg- oder Hanglage; Herkunft von Rosen- offen. |
| Auf dem Sackenheimer Berg | ◐ | Berglage mit möglichem Bezug zum historischen Hof Sackenheim bei Ochtendung. Die Herkunft des Namens Sackenheim bleibt offen. |
| Auf dem Schamberg | ◐ | Berg- oder Hanglage; Herkunft von Scham- offen. |
| Auf der Kettiger Höhl | ● | Fläche an einer Geländeeintiefung oder einem Hohlweg in Richtung Kettig. |
| Auf der Kuhweide | ● | Weidefläche für Kühe, möglicherweise gemeinschaftlich genutzt. |
| Auf der Leim | ● | Lehmige Fläche oder Ort des Lehmabbaus; ahd./mhd. leim = Lehm oder Schlamm. |
| Auf der Ochtendunger Höhe | ● | Höher gelegene Flur in Richtung Ochtendung. |
| Auf Lausen Anwend | ◐ | Anwend/Anwand bezeichnet das Ende eines Ackers beziehungsweise einen Grenzstreifen, an dem der Pflug gewendet wurde. Lausen- bleibt offen. |
| Auf’m Gaukesberg | ◐ | Berg- oder Hanglage; Herkunft von Gaukes- offen. |
| Auf’m Hammel | — | |
| Auf’m Heidchen | ● | Kleine Heidefläche, meist unbebautes Land mit Heidekraut oder Buschwerk. |
| Auf’m Rausch | — | |
| Bei dem Alten Weg | ● | Fläche an einem Weg, der bereits zur Zeit der Benennung als alt galt. |
| Bleichwiese/An der Bleiche | ● | Wiese oder Rasenfläche, auf der Wäsche beziehungsweise Textilien zum Bleichen ausgelegt wurden. Heute im Bereich der Jahnstraße. |
| Der Buchenwald | ● | Wald mit überwiegendem Buchenbestand; zu ahd. buoh. |
| Die Kiefernsanlage | ● | Gezielt angelegter Kiefernbestand beziehungsweise forstliche Anpflanzung. |
| Golobusch/Gollenbusch | ◐ | Busch- oder Gehölzfläche; Herkunft von Golo- offen. |
| Hinten am Geigenpfad | ◐ | Hinterer Teil der Flur am Geigenpfad; Herkunft von Geigen- offen. |
| Hinter dem Dorf am Helgental | ◐ | Fläche hinter dem Dorf in Richtung Helgental; Herkunft von Helgen- offen. |
| Hinter dem Dorf am Hohlweg | ● | Fläche hinter dem Dorf an einem eingetieften Hohlweg. |
| Hinter dem Dorf am Saffiger Weg | ● | Fläche hinter dem Dorf am Weg nach Saffig. |
| Im Brandenholz | ◐ | Waldstück; Branden- kann auf einen Brand oder eine Brandrodung zurückgehen, ist aber nicht eindeutig. |
| Im Domstück | ◐ | Acker- oder Grundstück; Herkunft von Dom- offen. Ein kirchlicher Bezug ist möglich, aber nicht nachgewiesen. |
| Im Frohntal | ◐ | Tal mit möglichem Bezug zu Herrenland oder zu Frondiensten. Welche Bedeutung konkret vorliegt, bleibt offen. |
| Im harten Boden | ● | Fläche mit hartem, steinigem oder schwer zu bearbeitendem Boden. |
| Im Helgental | ◐ | Talflur; Herkunft von Helgen- offen. |
| Im Hengstbooden | ◐ | Ebene oder höher gelegene Bodenfläche mit Bezug zum Hengsthof; die genaue Herkunft von Hengst- bleibt offen. |
| Im hintersten Sand | ● | Hinterer Abschnitt einer Flur mit sandigem Boden. |
| Im Kahrental | ◐ | Talflur; Herkunft von Kahren- offen. |
| Im Kreuzstück | ◐ | Acker- oder Grundstück. Kreuz- kann auf ein Feldkreuz, eine Wegekreuzung oder die Form des Grundstücks verweisen. |
| Im Loch | ◐ | Geländesenke oder das ältere Loh/Loch im Sinne von Gehölz gemeint ist. |
| Im Mühlstück, am Mühlweg | ● | Acker- oder Grundstück am Weg zu einer Mühle. |
| Im Mülheimer Berg an der Junkerslay | ◐ | Berglage in Richtung Mülheim an der Junkerslay. Rheinisch Lay/Lei bezeichnet Fels oder Stein. |
| Im Pastorkaul | ◐ | Grube oder Steinbruch mit Bezug zu einem Pastor oder zu kirchlichem Besitz. Die genaue Besitz- oder Nutzungsbeziehung bleibt offen. |
| Im Pfaffenbrucher Feld | ◐ | Feld am Pfaffenbruch. Bruch bezeichnet sumpfigen Moorboden, Pfaffen- einen geistlichen Bezug. |
| Im Saffiger Grund | ● | Geländesenke oder Talgrund in Richtung Saffig. |
| Im Sendnicher Grund | ◐ | Geländesenke oder Talgrund; Herkunft von Sendnicher- offen. |
| Im Straßenstück | ● | Acker- oder Grundstück an einer Straße. |
| Im Tiergarten | ◐ | Eingefriedetes Tiergehege, häufig ein herrschaftlicher Wildpark. |
| Im vordersten Sand | ● | Vorderer Abschnitt einer Flur mit sandigem Boden. |
| Im Wingertsberg | ● | Weinberg beziehungsweise Berg mit früherem Weinbau; Wingert ist die rheinische Bezeichnung für Weinberg oder Weingarten. |
| In den Birken | ● | Fläche mit einem Bestand an Birken. |
| In der Lützelbach | ● | Fläche am kleinen Bach; mhd. lützel = klein. |
| In der mittleren Fuhrlänge | ◐ | Mittlerer Abschnitt einer langgestreckten Flur an einer Fuhr- oder Fahrtrasse; die genaue Wortbildung bleibt offen. |
| In der Seite | ◐ | Hang- oder Seitenlage. Eine ältere Herleitung von Seit im Sinne von Höhe oder Hügel ist ohne historische Belege nicht sicher. |
| In der Wasserkaul | ● | Wasserführende oder mit Wasser gefüllte Grube beziehungsweise Kaul. |
| Karmelenberg | ● | Nach dem biblischen Berg Karmel benannter Bassenheimer Berg; zuvor auch Schweinsberg und Hexenberg genannt. |
| Katschecker Hof | ◐ | Hofstelle; Herkunft des Namens Katschecker offen. |
| Lommertsgärtchen | ◐ | Kleiner Garten oder eingefriedetes Grundstück; Herkunft von Lommert- offen. |
| Müllers Heck | ◐ | Hecke, Gehölz oder Niederwald mit Bezug zu einem Müller. Die genaue Besitz- oder Nutzungsbeziehung bleibt offen. Heck kann sowohl eine lebende Einfriedung als auch Busch- oder Niederwald bezeichnen. |
| Ober dem Dorf am Ochtendunger Weg | ● | Oberhalb des Dorfes gelegene Flur am Weg nach Ochtendung. |
| Saffiger Wäldchen | ● | Kleines Waldstück in Richtung Saffig oder mit Bezug zu Saffig. |
| Schamberg | ◐ | Berg- oder Hangname; Herkunft von Scham- offen. |
| Tännsche | ● | Tannenwald hinter dem Anwesen der Gräfin Schallenberg. |
| Unter dem Karmelenberg | ● | Fläche unterhalb des Karmelenbergs. |
| Unter den Pelzen | — | |
| Unter der Mühl am Weg | ● | Fläche unterhalb der Mühle an einem Weg. |
| Unter der Wiese | ● | Fläche unterhalb einer Wiese. |
| Unter Schmitz-Wieschen am Weidenfeld | ◐ | Fläche unterhalb eines kleinen, mit Schmitz verbundenen Wiesengrunds. Weidenfeld kann entweder eine Weidefläche oder ein Feld mit Weidenbewuchs bezeichnen. |
| Vor dem Gülser Weg | ● | Vom Dorf aus vor beziehungsweise diesseits des Weges nach Güls gelegene Flur. |
| Vorne am Geigenpfad | ◐ | Vorderer Teil der Flur am Geigenpfad; Herkunft von Geigen- offen. |
| Zu Horen (ober dem Sauerbrunnen) | ◐ | Fläche oberhalb eines Sauer- beziehungsweise Mineralbrunnens; Herkunft von Horen/Horwiesen offen. |
| Zu Sässel | — | Flurstück in Bezug zum Sässelbach. |
| Zu Steimer | — | |
| Zu Vings | — |
Legende der sprachgeschichtlichen Abkürzungen
- ahd = althochdeutsch, etwa 750–1050
- an = altnordisch, etwa 800–1350/1500
- fnhd = frühneuhochdeutsch, etwa 1350–1600/1650
- ger = germanisch
- idg = indogermanisch
- kelt = keltisch
- mhd = mittelhochdeutsch, etwa 1050–1350
- mnd = mittelniederdeutsch, etwa 1225/1234–1600
- nhd = neuhochdeutsch, ab etwa 1650/1700
- nnd = neuniederdeutsch, ab etwa 1600
- lat = lateinisch
- od = oberdeutsch
- slaw = slawisch
Alte Straßenbezeichnungen und Pfadnamen
Bis 1930 erfolgte die Orientierung im Ort über eine fortlaufende Nummerierung; Straßen und Wege trugen noch keine eigenen Namen. Diese wurden erst später eingeführt. Einige Straßenbezeichnungen existieren heute nicht mehr oder wurden im Laufe der Zeit umbenannt.
| Straßenname | Erläuterung |
|---|---|
| Altengärtenweg | Der Weg führte wohl in den Bereich der Alten Gärten. |
| Am Bahnhof | Der Name geht auf den ehemaligen Hauptbahnhof von Bassenheim zurück, der 1903 erbaut und 1970 abgerissen wurde. |
| Am Gaukesberg | Alte Flurbezeichnung. |
| Am Gülser Weg | Das Gewerbegebiet liegt an der Straße, die in Richtung Güls führt. |
| Am Lommertsweg | Alte Flurbezeichnung. |
| Am Roten Weg | Alte Flurbezeichnung. |
| An der Kond | Alte Flurbezeichnung. |
| An der Neuen Scheune | Die Bezeichnung geht auf eine große, aus Krotzensteinen errichtete Scheune zurück, in der die Landwirte ihr Stroh über den Winter lagerten. Die Scheune wurde später im Zuge der Erschließung eines Baugebietes abgerissen. |
| Andernacher Weg | Der Weg führte in Richtung Andernach. |
| Auf dem Schamberg | Alte Flurbezeichnung. |
| Auf’m Rausch | Alte Flurbezeichnung. |
| Bachstraße | Die Straße verläuft parallel zum Mülheimer Bach. Möglicherweise wurde sie auch nach dem Komponisten Johann Sebastian Bach benannt. |
| Bischof-Wehr-Straße | Benannt nach dem Trierer Bischof Matthias Wehr, der unter anderem als Kaplan in Bendorf am Rhein tätig war. Wehr wurde am 6. März 1892 in Faha auf dem Saargau geboren und am 26. März 1921 in Rom zum Priester geweiht. Die Bischofsweihe empfing er am 29. Oktober 1951. Er war unter anderem Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und starb am 6. November 1967. |
| Bismarckstraße | Benannt nach Otto von Bismarck (*1815, †1898), dem ersten Reichskanzler des 1871 gegründeten Deutschen Reiches. Bismarck soll von Heinrich von Kusserow mit Bassenheimer Bur versorgt worden sein. Die Straße wurde 1945 umbenannt. |
| Bueschpetsche | Alter Pfadname für den Pfad zwischen der Jahnstraße und dem Bur. |
| Charlottenstraße | Benannt nach Charlotte von Kusserow, der Tochter Heinrich von Kusserows, der den Bur-Pavillon errichten ließ. |
| Dreifaltigkeitsstraße | Wohl nach der christlichen Dreifaltigkeit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist benannt. Ehemals Näischadell (frz. Chateau „Schloss“). |
| Eichenhof | Die Bezeichnung wurde vom damaligen Besitzer vergeben. |
| Eisernen Hand | Benannt nach der ehemaligen Gaststätte „Eiserne Hand“, die zur Gemarkung Bassenheim gehörte. |
| Fasanenweg | Die Bezeichnung verweist vermutlich auf einen früher größeren Bestand an Fasanen in diesem Gebiet. |
| Freiherr-vom-Stein-Straße | Benannt nach Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (*1757, †1831). Als preußischer Minister war er an bedeutenden Reformen beteiligt, darunter die Bauernbefreiung von 1807, die Städteordnung von 1808 und die Verwaltungsreform von 1808. Nach seiner Entlassung auf Betreiben Napoleons lebte er im Exil und wurde 1812 Berater des russischen Zaren. |
| Gartenstraße | Die Straße wurde auf dem Gelände ehemaliger Gärten angelegt. Der Straßenname wurde von den Anwohnern vorgeschlagen. |
| Gensstraße | Der Name leitet sich vermutlich von Gänsen ab. |
| Hengsthof | Benannt nach dem Hengsthof, der im 19. Jahrhundert noch „Preisgotter Hof“ hieß. |
| Hohlweg oder Hohltaler Weg | Alte Flurbezeichnung. |
| Hospitalstraße | Benannt nach dem Krankenhaus beziehungsweise Hospital, dem heutigen Therapiezentrum, das an dieser Straße liegt. Zeitweise wurde sie auch Israelstraße (Israelstroß) genannt, da dort zahlreiche Familien mit dem Familiennamen Israel wohnten. |
| Im Sässel | Benannt nach dem Waldstück Sässel, das für die Errichtung des Baugebietes gerodet wurde. |
| Jahnstraße | Benannt nach Friedrich Ludwig Jahn, dem sogenannten Turnvater Jahn. |
| Judengasse/Judejässje | Oberer Teil der Jahnstraße. Die Bezeichnung verweist vermutlich darauf, dass in diesem Bereich früher jüdische Einwohner lebten. |
| Kämesaid | Alter Pfadname für den Weg von der kleinen Brücke am Anfang des Waldweges in Richtung Wolken. |
| Karmelenberger Weg | Der Weg führt auf kurzem Wege zum Karmelenberg, dem höchsten Punkt der Bassenheimer Gemarkung mit einer Höhe von 372,5 Metern über Normalnull. |
| Karmelenbergerhof | Bezeichnung für den landwirtschaftlichen Hof hinter dem Karmelenberg. |
| Katschecker Weg | Der Weg führt in Richtung Katscheckerhof und wurde umgangssprachlich auch „Rue de Promille“ genannt. |
| Katscheckerhof | Benannt nach dem Katscheckerhof, der im 19. Jahrhundert noch „Ehrgotter Hof“ hieß. |
| Kettiger Weg | Der Weg führt durch die Kettiger Hecken zum Nachbarort Kettig. |
| Kirchstraße | Die Straße beginnt an der Kirche und mündet in den Altengärtenweg. |
| Koblenzer Straße | Die Straße führte vom „Platz“ aus als Teil der früheren Bundesstraße 258 in Richtung Koblenz. |
| Martinshöhe | Benannt nach dem heiligen Martin, dem Schutzpatron von Bassenheim. |
| Martinstal | Benannt nach dem heiligen Martin, dem Schutzpatron von Bassenheim. |
| Mayener Straße | Die Straße führte als Teil der früheren Bundesstraße 258 vom „Platz“ aus in Richtung Mayen. |
| Mozartstraße | Wohl nach dem österreichischen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (*1756, †1791) benannt. Mozart komponierte bereits als Kind und war später unter anderem als Konzertmeister in Salzburg und als freischaffender Komponist in Wien tätig. |
| Mülheimer Straße | Die Straße führt zum Nachbarort Mülheim und wird von älteren Bassenheimern noch als „Mülhemer Weg“ bezeichnet. |
| Neugasse/Näijass | Die Bezeichnung verweist vermutlich darauf, dass es sich zum Zeitpunkt der Benennung um eine neu angelegte Gasse handelte. |
| Pfaffenbrucherhof | Benannt nach dem landwirtschaftlichen Hof Pfaffenbruch, der bis ins 19. Jahrhundert „Lobgotter Hof“ hieß. |
| Raiffeisenstraße | An dieser Straße befanden sich früher die Raiffeisenbank, an deren Stelle sich heute die Gaststätte „Am Bur“ befindet, sowie das Raiffeisenlager. |
| Saffiger Straße | Die Straße führt zum Nachbarort Saffig. |
| Schubertstraße | Benannt nach dem österreichischen Komponisten Franz Schubert. |
| Schulweg | Der Weg führte vom „Platz“ bis zur alten Schule. |
| Unter den Pelzen | Alte Flurbezeichnung. |
| Von-Oppenheim-Straße | Benannt nach Freiherr Abraham und Freifrau Charlotte von Oppenheim, die zu den bedeutenden Wohltätern der Gemeinde Bassenheim zählten und von 1873 bis 1887 im Bassenheimer Schloss lebten. Ehemals als Bunget bezeichnet; Bongert abgeleitet von ahd: boumgarte = Baumgarten. Schlicht als Jässje wird der untere Teil der von Oppenheimer Straße bezeichnet. |
| Von-Waldthausen-Straße | Benannt nach der Familie von Waldthausen, die ab 1917 in Bassenheim lebte. Freiherr Julius von Waldthausen und seine Frau Eleonore unterstützten insbesondere bedürftige Einwohner der Gemeinde. |
| Waldstraße | Die Straße führt durch das ehemalige Waldgebiet Sässel. |
| Walpot-Platz | Benannt nach dem Adelsgeschlecht der Walpot von Bassenheim, das im Bassenheimer Schloss residierte. |
| Wiesenweg | Der Weg führte zu den ehemaligen Wiesen entlang des Mülheimer Baches. |
| Wolkener Weg | Der Weg führt über den Künsterhof zur Nachbargemeinde Wolken. |
| Zwetschgenallee | Die auch „Quetscheallee“ genannte Straße führt in der Nähe des ehemaligen Bassenheimer Bahnhofs an Feldern vorbei und durch den Wald zum „Mülheimer Weg“. |
- Bartz, Josef: Bassenheim – Geschichten einer Gemeinde. Bassenheim 2007, S. 66–71.
- Reif, Karl-Heinrich; Müller, Hermann: Familienbuch Bassenheim. Für die Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts. Bassenheim 1988.
- Wikipedia: Flurname, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Stieger, Daniel: Alte Flurnamen. Alphabetisches Verzeichnis historischer Namensbestandteile, zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2025, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS): Hessische Flurnamen, insbesondere die Einträge zu Pfaffenbruch, Bleiche, Heide, Anwand, Leim beziehungsweise Lehm, Tiergarten, Hecke und Kuhweide, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung e. V.: Glossar des Mühlsteinreviers RheinEifel, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Förderverein für die Marienkapelle auf dem Karmelenberg: Der Karmelenberg, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Puckert, Sarah: Im Wingert (mehrfach im Rheinland). LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, veröffentlicht am 2. Juni 2020, zuletzt geändert am 28. März 2022, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Morbach, Rolf; Rübel, Hellmut: Stadtteil Koblenz-Lay. In: KuLaDig – Kultur. Landschaft. Digital, 2021, ergänzt 2024, abgerufen am 29. Juli 2026.
- Jagiolka, Dieter: „Der Hof Sackenheim“. In: Ochtendunger Heimatblätter, Jahrgang 9, 1998, S. 4–11.